Chatroulette in Zahlen: Nexted!


Offenbar fasziniert nicht nur mich der Hype und die dadurch stehenden Daten & Zahlen rund um die Homepage ‚Chatroulette‘. Ich wollte das Thema eigentlich erst wieder in naher Zukunft, nach ein paar weiteren Tests angehen. Doch ich fand in meinem Google Reader – genauer gesagt im RSS-Feed von iFUN – einen tollen Videotipp (Chatroulette statistisch betrachtet). So hat sich Casey Neistat (NaSA Entertainment) aufgemacht und das Phänomen ‚Chatroulette‘ mal statistisch ausgewertet und in einem lustigen Video zusammengeschnitten.

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In dem etwa 6 Minuten langen Video erfahren wir auf Englisch einige Daten die er aufgrund seines Test sowie mithilfe seiner Freundin ermittelt hat. Hier eine grobe Zusammenfassung:

1. Die Seite funktioniert ganz einfach. Du wirst innhalb von wenigen Sekunden mit irgendeiner fremden Person verbunden. Beispielsweise mit einem 12 jährigen schwedischen Mädchen (man beachte die Nutzungsbedingungen). Dein Chatpartner, wie auch du haben die Macht über den Next-Button.

2. Es ist wie ein Glücksspiel. Du kannst nie wissen wo du landest. Vielleicht bei einer interessanten Frau, vielleicht auch bei einem fetten asiatischen Mann in einem pinken BH.

3. Er (Casey Neistat) hat viele Stunden damit verbracht Daten zu sammeln um dieses Video zu erstellen.

4. Donnerstags um 16 Uhr begann er einen Test mit 90 verschiedenen, wildfremden Personen. Diese sortierte er in drei Hauptkategorien ein. Die wären zum einen Jungs, Mädels und Perverse sowie den Unterkategorien für junge Leute und alte Leute. Die beiden Kategorien Jungs und Mädels sind ziemlich einfach rauszufinden, mit der Kategorie der Perversen hingegen ist’s ein wenig kniffliger. Raus kam, dass von den 90 Testkanidaten 71% männlicher Natur, 15% weiblicher Natur und 14% offensichtlich pervers waren. Die Unterkategorien füllten sich mit 83% junger Leuten und 17% alter Personen.

5. Nach ein paar Anläufen fand er den Hockey-Fan namens Sascha. Sie chatteten ein wenig und er interviewte ihn für dieses Video. Er fragte ihn was Sascha an Chatroulette möge und bekam gesagt, dass es vor allem darum ginge eine andere Person sein zu können.

6. Die meiste Zeit verbrachte er auf Chatroulette damit Leute zu finden die doch nicht mit ihm sprachen. Dieses Phänomen nennt er „Nexted“, es bedeutet dass dein Chatpartner den Next-Button drückt während du siehst was dir gefällt. Deinen Chatpartner.

7. Er startete ein Experiment mit der Stoppuhr. Er wurde bei 19 von 20 Personen nach einer durchschnittlichen Zeit von 2,9 Sekunden genexted. Einer der 20 Personen begann ein Gespräch mit ihm, was dementsprechend 5% entspricht.

8. Für die nächste Stufe seines Experiments holte er sich Hilfe von seiner attraktiven Freundin. 9 von 10 Probanden sprachen nun mit seiner Freundin für mindestens 2 Minuten bis zum Next von ihr. (95% bei ihr zu 5% bei ihm)

9. Es ist schon beeindruckend. Fast alle waren nett zu ihr. Jungs spielten auf Musikinstrumenten für sie, ein isländisches Mädel zeigte ihr ihre Kurven. Um den Test abzuschließen setzten sie sich beide vor die Webcam und wurden durchgehend genexted.

10. Es ist schon komisch mit Chatroulette. Es bringt dich um die ganze Welt zu irgendwelchen wildfremden Personen, Perversen oder Gestörten. Er hat genug davon, sucht den Abstand, wäscht sich das Gesicht und findet es merkwürdig von vielen gesehen worden zu sein. Klebt seine Webcam am Laptop zu und zerschlägt seinen Laptop mit einer Axt für mehr Privatsphäre. Raus in die echte, weite Welt.

So die grobe Übersetzung und Zusammenfassung. Ich hoffe das Video hat euch genau so viel Spaß bereitet wie mir und ihr könnt euch genau so nur an den Kopf fassen wenn ihr darüber nachdenkt, wie man seine kostbare Zeit nur auf dieser Seite verschwenden kann. Dann doch lieber auf Facebook neue Leute aus aller Welt kennenlernen oder raus in die richtige, echte Welt. Dort gibt’s dann auch keinen Next-Button.

  • Wo krieg ich den Pulli?

  • Ich würde sagen wenn morgen im Büro noch ein, zwei einen haben möchten lasse ich mal eine Hand voll davon drucken. Was meinst du dazu?

  • Prinzipiel nicht schlecht!
    Wie teuer dann ca.?