Die viel zu lange Reise nach Rom: Das passende Windows-Notebook

Vor rund einem Monat schrieb ich über das nagelneue Subnotebook Sony VAIO C, Anfang letzter Woche war es dann endlich soweit und einer der Saarbrücker Sony-Händler hatte am Vortag das neue orange Laptop der C-Serie reinbekommen. Marcus und ich machten uns direkt auf den Weg, uns das Book einmal genauer anzusehen.

Vor Ort erwartete uns dann das angesprochene 14-Zoll-Modell in knallorange mit ebenfalls oranger Gummiauflage für die Tastatur. Ausgestattet war das Laptop mit einem Intel i5 und 4 GB RAM. Grundsätzlich machte die beleuchtete Tastatur einen guten Eindruck, nachdem wir entdeckten, dass der Lichtsensor obenhalb der Tastatur und nicht am Display-Rand sitzt. Die Helligkeit des Displays machte im Verkaufsraum einen guten Eindruck, die Spiegelungen eher weniger. Doch viel schlimmer kam noch die Optik an. Natürlich war es bekannt, dass das Gerät ziemlich knallig aussehen wird, nicht bekannt war jedoch, dass das Gerät doch derart billig wirkt, gerade durch die vielen transparenten Bauteile auf buntem Untergrund. Die Spitze war jedoch das Multi-Touch-Trackpad. Ungeachtet dessen, dass es tatsächlich nur ziemlich ruckelig Webseiten mit zwei Fingern scrollte (wenn überhaupt etwas tat), hat es eine schreckliche Oberfläche. Es ist ziemlich schwierig zu beschreiben, doch stellt es euch wie winzige Kunststoff-Pyramiden vor, die euren Fingern eine rauhe Oberfläche bieten sollen. Mal etwas anders, doch gänzlich an der Benutzerfreundlichkeit vorbei. Wer darauf steht, naja.

Okay, doch was soll’s dann nun sonst werden? Lenovo kommt mit ihren alten Klötzen nicht in Frage, HP ebenfalls nicht. Acer kommt definitiv nicht auf unsere Schreibtische und Dell ist vergleichsweise teuer, auch wenn ich mit den Books gute Erfahrungen machte. Sprich, wir guckten was Sony uns in dieser Preisklasse bieten könnte und sahen uns nach ein paar Alternativen um. An dieser Stelle kürze ich das Verfahren einmal sehr stark ab und sage, dass für uns einzig noch das VAIO E in Frage kommen würde, was jedoch nicht mit der neuesten Intel-Sandy-Bridge-Generation ausgestattet ist. Stattdessen werkelt in den konfigurierbaren Books maximal ein Intel i7 mit zwei nativen Kernen, die kaum schneller wie das deutlich günstigere Intel-i5-CPU laufen. Ein Blick bei Cyberport braucht nun eine neue ASUS-Serie ins Blickfeld. Nicht nur, dass ASUS die zweite und damit neueste Sandy-Bridge-Generation verbaut, sind die Notebooks mit deutlich einer weniger beschnittenen Hardware ausgestattet. ASUS verwendet so beispielsweise einen Intel-i7-Prozessor mit vier nativen Kernen, sagenhafte vier Slots für RAM-Riegel und ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis. Einziger Haken: 15,6 Zoll mit nur 1.366×768 Pixel Auflösung.

Hatte uns dies massiv abgehalten, stolperte ich heute auf der Suche nach ersten Testergebnissen über die neuen ASUS-Modelle über die Information, dass bereits jetzt die identischen Notebooks mit FullHD-Auflösung (1.920×1.080 Pixel) verfügbar sind, die eigentlich erst im Juli bei uns auftauchen sollten. Diese Auflösung passt und macht das Notebook für mich zur ersten Wahl. Klar, es ist kein Leichtgewicht, der Akku hält nicht ewig lange und die Tastatur reicht in der Haptik auch lange nicht an die Sony VAIO E und F heran, doch ein Preis von rund 1.150 Euro bei dieser Hardware sollte man darüber auch hinweg sehen. Alles kann man für diesen Preis nun einmal nicht haben, ganz zu schweigen von vier echten Kernen. Wer jetzt an Apple MacBook Pro denkt, sollte direkt einsehen, dass eine halbwegs vergleichbare Ausstattung direkt mal eben über 1.000 Euro mehr kostet.

Doch was steckt nun im ASUS und welches Modell ist es genau?
Es handelt sich um das Asus N53SN-SZ127V mit 15,6 Zoll Display, FullHD-Auflösung mit 1.920×1.080 Pixel, Intel Core i7-2630QM, nVidia GeForce GT 550M (2 GB, allerdings vom DDR3) und eingebauten 6 GB RAM (maximal erweiterbar auf 16 GB). BluRay-Laufwerk mit integriertem DVD-Brenner und Multi-Touch-Trackpad. Die 500-GB-Festplatte ist dabei sowieso irrelevant, da diese durch eine 128-GB-SSD ersetzt wird. Da das Laptop neben drei USB-2.0-Steckplätzen auch einen USB-3.0-Steckplatz bietet, wird die vormals eingebaute 2,5-Zoll-Festplatte einfach extern an USB 3.0 als Storage betrieben. Dazu bietet das Book auch noch einiges mehr an Schnick-Schnack, den ihr auf der Infoseite direkt bei ASUS einsehen könnt.

Wer übrigens keine FullHD-Auflösung benötigt, dennoch aber gerne sich über das schicke Aluminium-Magnesium-Notebook von ASUS informieren möchte, sollte sich eventuell einmal hier umsehen: Asus X5MSV-SX319V.

Und Simone hat sich eben das Sony Vaio VPCSB1S1E/W bestellt. Ich bin sehr gespannt. Wenn die Lüftung doch ganz annehmbar agiert, wird es sicher nicht zurückgeschickt. Mit beleuchteter Tastatur, Multi-Touch auf seidenmattem Panel, entspiegeltem Display, unter zwei Kilogramm Gewicht und vielen Stunden Laufzeit sowie vor allem neuester Intel-Technologie (Sandy Bridge Gen. 2) wird’s sehr interessant. Einzig des Display der unteren Mittelklasse mit 1366×768 Pixel Auflösung bei etwas über 13 Zoll trübt das tolle Bild. Wir werden sehen und ich berichten.

Nachtrag: Kaum habe ich dies alles getippt, wartet Marcus auch gespannt auf Simones Gerät um sich eventuell noch einmal umzuentscheiden. Ich kann es ihm nicht verübeln, gibt’s für das Sony VAIO SB wenigstens auch eine passende Docking-Station, anstatt nur einen Port-Replikator. Doch für mich steht die Mobilität nicht ganz so im Vordergrund wie die Rechenleistung und dennoch das Gerät mitnehmen zu können. Davon abgesehen bin ich mit 2,05 m nun auch nicht unbedingt ein Zwerg, so dass ein etwas größeres Notebook auch nicht weiter ins Auge fällt.

  • Wir werden sehen wo die Reise letztendlich hinführt ^^

  • Übrigens warte ich auch gespannt! ;)

    Ist es bald daaa?

  • Immobilienmakler Wiesbaden

    MacBook ist zu teuer für das was es an Leistung bietet. Schau dir mal die Business Serie von HP an. HP Elitebook zum Beispiel.
    Tolle Geräte mit Leistung und Anschlüssen satt.

  • Frank

    Und kaufst du dir nun das Asus Andi?

    • Ja, es wird dieses Asus werden: http://www.cyberport.de/notebook/notebooks/1C27-377/asus-n53sn-sz127v-mit-intel-wireless-display-und-blu-ray.html

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