Don’t forget my magnetic Lego robotic arm

Wieder eine Woche um in der viele hundert Feeds durchgeguckt, meine Links hier auf der Seite aktualisiert und einige spannende Videos angesehen wurden. In letzter Zeit entwickelt sich Vimeo zu einem immer interessanteren Anbieter, vor allem weil sich dort die wirklich guten Videos der Künstler nicht zwischen einem riesigen Haufen Schwachsinn befinden. Schwachsinn bei dem inzwischen entweder kein Ton mehr geht oder das Video für ein bestimmtes Land nicht mehr freigegeben ist. Naja, wie dem auch sei habe ich eine Auswahl von Videos zusammengestellt die mich die Woche über fasziniert haben.

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Irgendwo muss man mal anfangen und auch eine Reihenfolge für die Videos finden. Egal, ich hab sie in einen Ordner geschoben, die Links ein bisschen vertauscht und schon hatte ich passende Reihenfolge zusammen. Richtig, unwichtig da alle sehenswert sind! Also ab an den ersten Clip: Es wird euch verstören und ihr werdet nicht aufhören können es euch anzusehen. Doch es wird eure Nerven für die restlichen Videos anregen. Mit der Ouroborus Domino Machine hat der Techniker Karl Lautman ein faszinierendes System geschaffen, das einen einfach in seinen Bann zieht. Mehr kann man dazu nicht sagen… und rum, und rum, und rum, und rum… fallen die Steine.


Was passiert wenn man einen Typen mit einer Balaklawa verkleidet, in Zeitlupe beim Anzünden von Spraydosenlack, dem Zerschlagen einer Wassermelone oder auch dem Zündeln einer Böllerkette filmt, etwas Sound und die Stimme von Steven Hawking dazu packt? Keine Ahnung was da passiert, ich guck’s mir jedenfalls gerne an. Pink Terror Hawking ist ein Film von Mike Barz.


Dass mich der gute Nerdism stark begeistert sollte hier inzwischen ohnehin manifestiert sein. Was liegt da also näher, als die neueste Idee vom Carnegie-Mellon-PhD-Studenten Chris Harrison einfach nur grandios zu finden. Passend zum ‚Pravan Mistery Sixth Sense Project‘ packte er die menschliche Haut-Tastatur aus. Das ‚Skinput‘ getaufte System nutzt dabei die Akustik (Vibrationen/Schwingungen) der Körpermasse einer bestimmten Stelle, um die genaue Position des Inputs (wenn man so will des Tastendrucks) zu lokalisieren. Entwickelt hat das System natürlich nicht nur Harrison alleine, sondern waren auch Desney Tan und Dan Morris von Microsoft Research mit im Boot. Harrison wird das Projekt im April auf der CHI2010 präsentieren. Man darf gespannt sein was uns da noch erwartet. Mich macht’s an.


Die Fotografie geht auch hier nicht leer aus. Im neuesten Video von dem Duo Krolop & Gerst bekommt ihr die Studio-Fotografie bzw. den Blitz-/Lichtaufbau anhand von einem schnieken Model im engen Bodysuite näher gebracht. Unbedingt ansehen, aufsaugen und die Bildgebnisse auch in ihrem Blog betrachten.


Der Magnetismus beherrscht bekanntlich unser ganzes Leben. Ebenso spannend ist es, welche Formen sich mithilfe dessens bilden lassen. Von magnetischen Nanopartikeln habt ihr sicher schon mal gehört, doch darum geht’s hier noch nicht mal. Heute kommt der ganz normale Metallstaub zum Einsatz. Der Ingenieur Laurent Milon hat nämlich tatsächlich eine Diplomarbeit über den Magnetismus von Metallstaub geschrieben, mit dem er Formen bildete und auf diesem Weg neue Ansätze für industrielle Fertigungen, Abläufe und vor allem Anwendungen erforschte. Metallstaubdesign, in diesem Fall ein Ring … ein einzigartiger Ring.


Der Valentinstag ist zwar schon vorbei, ein Bilderspecial lieferte ich dazu auf VisualBloc auch schon ab, doch ein Video möchte und kann ich euch nicht vorenthalten. In dem Kurzfilm ‚Love Me Tender‘ als Promo-Video von Agent Provocateur, unter der Regie bzw. vor der Kamera von Greg Williams, zeigt das Model Rosie Huntington-Whiteley eindeutige Filmqualitäten. Und als kleinen Nachschlag auch noch Megan Fox, ebenfalls von Greg William mit der RED-Kamera für das Esquire Magazine gefilmt. Einfach zurücklehnen und ansehen.



Es ist nicht gerade einfach an einer Filmakademie aufgenommen zu werden. Auf Vimeo entdeckte ich von Makaio Tisu ihren Bewerbungsfilm für die Filmakademie Baden-Württemberg mit dem passenden Titel ‚Papierkrieg‘. Unbedingt sehenswert, auch durch und mit dem passenden Sound von Qalaih Doskope.


Ein bisschen hübsche Haut gab’s schon, hier kommt noch etwas für einen runderen Abschluss hinterher. Ein, wie ich finde, kunstvolles und sehr schlichtes Video von Justin Anderson, in dem er von der Marke Damaris die ‚Chore‘ richtig schick in Nicht-Pose setzt. Angeschnittene Körper ich liebe euch. Das ist doch mal interessantes Marketing.


Filme die aus einer DSLR kommen stoßen bei mir grundsätzlich schon mal auf viel Beachtung. Weiß ich ja selbst, wie viel Spaß aber auch Arbeit es macht mit den Digitalkameras ohne Steadicam oder ähnliche Hilfsmittel zu filmen. Dafür kommt, wenn man weiß wie es geht, am Ende auch sehr schönes Bild- bzw. Filmmaterial bei raus, das einen wunderbaren Look auch ohne Filter im Final Cut oder Premiere hat. Der nachfolgende Kurzfilm entstand im August 2009 in Thailand, Kambodscha und Vietnam durch Ivan Vania & Mathia Belli. Gefilmt wurde mit der Canon EOS 5D MarkII mit einem 24-70mm Objektiv. Die Farben und ein wenig mehr wurden am Rechner noch nachbearbeitet und die Musik stammt von Yann Tiersen mit Au-Dessous Du Volcan.


Mein Highlight für diese Ausgabe. Ich habe zuhause bei meinen Eltern noch immer eine große Kiste Lego stehen. Habe damals als Kind schon Top-Fuel-Dragster gebaut, als ich das erste mal nur einen in der Bravo Sport sah. Später kam Lego Technik dazu und die Elektromotoren, Zahnräder und Übersetzungen brachten jedes Fahrzeug oder sagen wir mal Vehikel sehr schnell von Punkt A nach Punkt B. Doch jetzt setzte der polnische Lego-Bastler Paul Kmiec aka ‚Sarial‘ noch einen oben drauf und brachte meine Augen zum glühen. Er setzt die ’neuen‘ Lego-Technik-Pneumatik-Baugruppen mit einem externen Kompressor so ein, dass er sich ohne weitere Hilfsmittel einen steuerbaren Lego-Roboterarm samt Hand daraus bauen konnte. Ein Wochenendprojekt für echte Nerds – so geht das!


Welches Video hat euch am besten gefallen und welche haben euch in letzter Zeit beeindruckt oder mitgerissen?