Die Reise der Asteroiden von 1980 bis 2010

Damals in der Schule fand ist am Fach Astronomie alles toll, zumindest solange es nicht um Sternbilder ging. Die fand ich schwachsinnig, da sah ich gänzlich andere Motive und erkannte keineswegs die abgefragten Bilder. Doch schlussendlich war der Lehrer großartig, das Thema spannend und die präsentierten Videos im Physikraum kurzweilig. Ein ebenfalls kurzweiliges Video zwitscherte gestern Abend Christian ins Netz hinaus.

Vor einigen Wochen sah ich nach langer Abstinenz wieder eine Doku, die sich mit dem Asteroidengürtel zwischen den Flugbahnen des Mars und Jupiters beschäftigte. Einst nur von Theorie behaftet konnte dieser sowie weitere Gürtel belegt werden. Mit der heutigen Technik natürlich mehr denn je. Da setzt auch das besagte Video an und zeigt einmal anschaulich was dort oben, in gar nicht so weiter Entfernung (astronomisch gesehen) für Körper ihre mehr oder weniger kontrollierten Bahnen ziehen (circa 400.000 Objekte). Macht euch das Angst? Muss es jedoch weniger. Erst mal in Anbetracht der Wahrscheinlichkeit uns zu treffen und auch der Wahrscheinlichkeit wie wenig wir im Ernstfall dagegen ausrichten könnten.

Für unser modernes Leben mit Raumstationen, Forschungseinrichtungen und vor allem aberhunderten von Satelliten geht neben Weltraumgestein und Eis ein deutlich höheres Risiko von den durch uns selbst in den näheren Weltraum geschleuderten Wrackteilen aus. Nicht für die Welt, sondern für das Leben auf dieser vernetzten. Panikmache sieht dabei jedoch auch anders aus. Gefährlich wird es eigentlich immer nur dann, wenn sich Wrackteile gegenseitig treffen, so ihre kontrollierten Bahnen verlassen und Kurs auf entfernte Objekte unseres Lebens machen.

Wusstet ihr schon, dass Satelliten mehrere hundert Kilogramm Treibstoff an Bord haben um Ausweichmanöver fliegen zu können? Schließlich müssen sie 25 Jahre lang ihren Dienst tun, bis sie in unserer Luft verglühen und sich in Ozeanen abkühlen dürfen. Jedes Ausweichmanöver kostet ihnen allerdings mehrere Wochen, Monate bis Jahre Laufzeit, je nachdem wie stark sie vom Kurs abweichen müssen.


Mehr Informationen zu den Asteroiden, Meteoriten und Kometen gibt es auch hier: NASA Astorb (Asteroid Orbital Elements Database)