Rückblick auf die Zukunft: FlashForward

Wie bereits angekündigt freute ich mich schon sehr auf die Pilotfolge von FlashForward am gestrigen Montagabend – dem Mystery-Monday auf Pro7. Normalerweise wenn man seine Erwartungen so hoch schraubt, kann es ja fast nur schief gehen. Naja, ich ließ mich mal überraschen. Den Start verschob ich dank Time-Shift auf etwa 20:40 Uhr, da ich vorher noch die Küche und mein Telefon unsicher machen musste. Dann ging’s los. Spannung, den Laptop mal links liegen lassen und voll auf die Serie konzentrieren. Okay, lange blieb der Laptop nicht unangetastet. Marie kam im Skype online, meldete sich und schnell wurde klar dass wir beide die Serie gerade sahen. Sie mit inzwischen fast einer halben Stunde Vorsprung, doch die werde ich wohl ‚dank‘ der Werbung noch aufholen.

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Interaktives Fernsehen via T-Home und Skype. Schnell wurde uns beiden klar, dass die Serie normalerweise eher zusammen auf der Couch oder im Bett geguckt werden müsste, doch das ging halt nicht. Beide waren wir uns auch einig dass schon lange keine Serie mehr so faszinierte, sich auf einem so hohen Niveau bewegt und vor allem, schon lange keine Serie mehr jemanden mehrfach einen kalten Schauer und Gänsehaut verpassen konnte! Bis zum Ende der Pilotfolge (doppelte Spieldauer) konnte ich tatsächlich bis auf wenige Sekunden zu Marie aufschließen, so dass sie nicht weiter mit einem ‚Pssst‘ gebremst und ich nicht aus der Vergangenheit sprechen musste. Ich möchte euch nicht zu viel vorweg nehmen, solltet ihr euch den Piloten unbedingt selbst noch ansehen.

Die Story muss man nicht noch mal neu erzählen, doch möchte ich auf ein paar Dinge eingehen die mich – oder besser gesagt uns doch mitnahmen. Da währen folgende Tatsachen: Dass es verdammt spannend ist, zu sehen wie sie diese „Person“ zeigen – was spätestens da einen das erste mal den Rücken erschaudern lässt. Dass es zwar mit Mark Benford (Joseph Fiennes) und Demetri Noh (John Cho) klaren Hauptprotagonisten gibt, jedoch die anderen Rollen und vor allem Geschichten nicht direkt im Hintergrund stehen. So hofft man schon jetzt dass die Ehe von Mark und Olivia Benford (Sonya Walger) nicht zerbricht, die kleine Tocher Charlie Benford nicht weiter unter und wegen ihrem Zukunftstraum leidet, dass Marks Partner Demetri nicht tatsächlich stribt, die Tochter von Aaron Stark (Brian F. O’Byrne) wirklich noch lebt und vor allem es nicht alles so passiert wie es ihnen ihre Träume vorhersagten bzw. diktierten.

Man bekommt schnell das Gefühl, dass die Zukunft wie sie sie sahen sowieso nicht abzuwenden sei. Doch irgendwo hofft man auch dass genau das nicht passiert, dass sie eine Lösung finden, dass sie kämpfen und dass die nächste Folge mindestens wieder genau so spannend wird wie die erste. Wir werden sie wieder gemeinsam sehen. Am nächsten Montag, dann jedoch erst um 21:14 Uhr auf Pro7. Ich werde mir auf Wikipedia oder anderen Quellen jedenfalls keine Zusammenfassung der nächsten Folgen durchlesen. Ich möchte die Serie erleben, vor allem zusammen mit Marie erleben. Serien zusammen gucken, zusammen fühlen und dann darüber sogar noch sprechen können – dafür gibt’s sie doch eigentlich nur, die Serien.


Wie man es auch immer drehen mag, der Spiegel und die Berliner Morgenpost haben auch schon drüber geschrieben und eine Fan-Page gibt es auch seit geraumer Zeit – wenn gleich ich um sie bisher vor der ersten Folge immer einen Bogen machte.

Wie fandet ihr den Piloten von FlashForward? Was riss euch mit und was nicht vom Hocker? Findet ihr, dass die Serie tatsächlich viele Gefühle, Ängste und Gänsehaut transportieren kann? Was denkt ihr wie es weitergehen könnte (ohne den Storyblock zu lesen)?