Social Media: Wo führt der Weg hin?

In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass der massive Wachstum neuer Social-Media-Dienste mehr und mehr einbricht. Wirklich böse bin ich darum nicht, dennoch bleibt ein Beigeschmack, dass eben nur mit neuen Diensten auch der noch besser passende Anbieter für einen dabei sein wird und dass das nächste ‚große Ding‘ á la Facebook länger auf sich warten lassen könnte. Doch kommen wird es, früher oder später ist es so weit. Doch was macht man in der Zwischenzeit? Welche Wege bestreitet man und welchen Nutzen kann und möchte man daraus ziehen?

Social-Media ist nicht einfach nur ein paar Sharing-Buttons in Artikel, Shops, Foren und Co. einzubauen, Social-Media geht noch deutlich weiter. Die Buttons sind ein Teil davon, der Facebook-‚Gefällt mir‘-Button ist mit derzeit 3 Milliarden Einblendungen auf externen Seiten am Tag lange nicht mehr klein und unwichtig. Unwichtig ist keiner der Buttons, doch sollte man sich überlegen auf welche man setzen möchte, die einem selbst einen Nutzen bringen und welche für den Besucher einen Mehrwert bieten.

Welche Dienste sollte man für sich, sein Unternehmen oder für eine Promotion-Aktion nutzen? In erster Linie sollte man heute zwei fast unabdingbare Dienste nutzen: Facebook und Twitter. Facebook betrifft in diesem Fall so ziemlich jede Zielgruppe bis etwa zum Alter von 60 Jahren. Mit Twitter wird es dabei schon wieder ein wenig trickreicher, passt dieser Dienst nicht für jede Aktion. Die deutschen sozialen VZ-Netzwerke lasse ich an dieser Stelle bewusst außen vor, bieten diese keine kostenfreie Möglichkeit Promotion-Seiten und Aktionen anzulegen.

Mittlerweile würde ich je nach Zielgruppe sicher auch Tumblr, Posterous und vor allem Foursquare dazu zählen. Wie problematisch beispielsweise Foursquare auch für Privat-Anwender sein kann, so nützlich ist es für Unternehmen mit Ladenlokalen und Verkaufsstellen. Mit Tumblr und Posterous lassen sich wunderbar kostenfreie Blogs und Microblogs erstellen, die nicht unbedingt unter der eignen Domain laufen und damit auch ein wenig Offenheit dem Besucher signalisieren. Dabei sollte auch gar nicht rein die Suchmaschinenoptimierung (SEO) im Vordergrund stehen, sollte man hier auch nicht gerade seinen Corporate Blog aufziehen. Jedoch lassen sich so auch Aktions-Seiten umsetzen. Der große Vorteil liegt darin, dass man seine Seite in ein bestehendes Netzwerk einbaut, in dem man neben den natürlichen Besuchern auch noch viel besser die vorhandenen Mitglieder für sich gewinnen kann. Am Beispiel Tumblr lässt sich eine solche eingebettete Aktionsseite auch mit einer eigenen Toplevel-Domain belegen, ohne die Standard-Sub-Domains nutzen zu müssen oder Funktionen des Backends einzubüßen.

Dies war der erste Teil meiner neuen Serie ‚Social Media: Wo führt der Weg hin?‘. Nach dieser kurzen Einführung erfahrt ihr im nächsten Schritt welche Portale es gibt, was es mit der Planung auf sich hat und wie man seine Ziele verfolgt.