Sony VAIO S-Series: Tuning & HDD vs. SSD mit Video

Nach dem ich vor Kurzem das neue Notebook von Simone ankündigte wurde dieses inzwischen bereits etwas optimiert und auf ihre Bedürfnisse eingerichtet. Im Grunde nicht der Rede wert, wäre da nicht die beschäftigte SSD und die nervige Installation gewesen. Doch ich fang am besten einmal ganz am Anfang an.

Okay, Simone hat sich das neue Sony VAIO S Series VPC-SB1S1E/W zugelegt. Ein sehr hübsches, weißes Notebook mit unter zwei Kilogramm Gewicht (rund 1,7 kg) und einer sehr langen Akkulaufzeit (im Normalbetrieb locker über 5 Std., im max. Energiesparbetrieb auch gerne 10 Std. (laut Anzeige)). Das Display misst eine Diagonale von 13,3 Zoll und ist entgegen der miesen Testergebnisse zwar nicht mit Apple zu vergleichen, doch immer noch gut (vor allem wenn man einmal bedenkt dass man zwei Notebooks dieser Art für nur ein halbwegs gleichwertiges MacBook Pro bekommt).

Weil Simone glücklicherweise nicht Beratungsresistent ist (hier übrigens ihre Erfahrungen mit dem Laptop, allerdings noch vor dem Tuning) und gleichzeitig einen tollen Rechner haben wollte, wurde nach erfolgter Entscheidung das Laptop zu behalten eine 128GB-SSD von ADATA, ein USB-3.0-Festplattengehäuse für die Serienplatte sowie ein weiterer 4GB-Riegel RAM bestellt. Direkt nach Erhalt des Laptops schraubte ich den Akku-Deckel und gleichzeitigen Service-Klappe ab und sah wie gut die Festplatte sowie der Arbeitsspeicher zu erreichen ist. Das Hardware-Tuning sollte also keine Probleme bereiten.

Leider war der Versand nicht gerade schnell (weder bei Amazon noch bei Digitalo), so trudelten die Pakete mit der frischen Hardware erst nach Ostern ein. Ein kurzer prüfender Blick zeigte keinerlei Schäden, also rein mit dem Speicher. Windows war schnell neu installiert, die Treiber mit meinem anderen Rechner runtergeladen und via USB auf das Book kopiert (denn der Netzwerkkarten-Treiber wurde von Windows nicht bereitgestellt) und das Gerät lauffähig gemacht. Leider benutzt Sony eine sehr tolle Software, die einem Anzeigt man würde nicht den originalen Akku verwenden oder diese hätte wohlmöglich irgendwelche Schäden. Hatte er natürlich nicht und das tolle Shutdown-Pop-Up lies sich auch nicht einfach entfernen (später bekam ich raus, dass es doch einen Weg dafür geben soll, aber war dann auch egal).

Kaum wurde die Kiste ein paar Mal neugestartet, aus dem Ruhemodus herausgeholt etc., trat auch schon eine sehr unerfreuliche Fehlermeldung direkt nach dem VAIO-BIOS auf: No operation system found. Ich dachte natürlich erst das Gerät möchte mich veräppeln und startete den Vorgang einfach noch einmal. Schon ging es. Nach weiteren Tests trat das Problem jedoch immer wieder auf und ich kam ins Grübeln. Ich formatierte die Platte, klonte die Serienplatte auf die ADATA-SSD und startete den Versuch erneut. Windows zickte nun zwar nicht mehr rum, die SSD hingegen noch immer. Ganz zu schweigen vom Quick-Web-Access, der nur vermeldete entweder nicht vorhanden zu oder aber grundlegende Probleme zu haben. Super Sache. Eine Neuinstallation brachte natürlich auch nichts.

Grundsätzlich bin ich wohl eher kein PC-Noob, doch die SSD machte mir schon ziemliche Kopfschmerzen. Weil ich nun nicht wirklich Bock darauf hatte mich weiterhin mit diesen Problemen rumzuschlagen, Simone das auch auf gar keinen Fall zumuten wollte und so etwas einfach nicht angehen kann (denn irgendeinen Defekt hat die Platte nun einmal) ging sie zurück zu Digitalo und eine Intel 320 Series 120GB wurde geordert. Ein oder zwei Tage später kam diese an, der Inhalt von der WD-500GB-Serienplatte wurde mittels Acronis True Image Home auf die neue SSD geklont und Windows sowie der Quick-Web-Access rannten von Anfang an problemlos – dank 64Bit-Windows auch mit 8GB Arbeitsspeicher.

Um euch den eklatanten Geschwindigkeits-Unterschied alleine bereits beim Start von Windows zu demonstrieren, habe ich ein Video mit der originalen Wester-Digital-Festplatte, der ADATA-SSD sowie der Intel-SSD erstellt. Zum Einsatz kommt dabei die Standardkonfiguration von Windows 7 Home Premium 64Bit sowie der ganze vom Werk aus installierte Müll von Sony & Co. (exklusive der Anti-Viren-Software).


Übrigens: In allen Tests wurde der bescheidene Lüfter vom Sony kritisiert. Wie ich finde sollte man aber auch erwähnen, dass dieser zwar relativ laut werden kann (nur einen Auslass nach hinten raus, unter dem Display durch), im Normalbetrieb jedoch nicht zu hören ist. Für mich ist der Normalbetrieb übrigens Stamina-Mode (der Intel-Grafikchip der Sandy Bridge Gen 2 wird genutzt), 100% maximale CPU-Leistung sowie mindestens zwei Firefox-Fenster mit zig Tabs, Google Chrome, Microsoft Outlook, Skype, TweetDeck etc. offen. Mit eingebauter SSD hört man zudem auch nicht mehr die Festplatte oder spürt irgendwelche Vibrationen am Gehäuse. Die CPU drosselt sich hingen vieler treuer Hersteller unter Maximallast nicht herunter – was für mich einen lautereren Lüfter (lässt sich auch steuern) eher rechtfertigt, wie weniger zur Verfügung stehende Leistung. Aber man kann sich ja auch Kleinlich haben.

Jetzt noch ein paar Testdiagramme aus HDTune:


Western Digital Scorpio Blue SATA II (500GB, WD5000BEVT, 5.400 U/min); eingebauter Zustand


ADATA 500 Series S599 (128GB, SSD); Test 1, eingebauter Zustand


ADATA 500 Series S599 (128GB, SSD); Test 2, eingebauter Zustand


Intel 320 Series (120GB, SSD); Test 1, eingebauter Zustand


Intel 320 Series (120GB, SSD); Test 2, eingebauter Zustand


Samsung S2 Portable 500GB an USB 2.0


Western Digital Scorpio Blue SATA II (500GB, WD5000BEVT, 5.400 U/min); an USB 3.0, nicht messbar

Technische Daten des Sony VAIO S Series VPC-SB1S1E/W:

  • Prozessor: Intel Core i5-2410M (Dual-Core; 2,30 bis 2,90 GHz mit Intel Turbo Boost; 3 MB 3nd Level Cache; 35 Watt; Generation 2)
  • Intel HM65 Chipsatz
  • Arbeitsspeicher (RAM): 2×4 GB (DDR3, 1333 MHz, 9 CL, 4 GB fest verlötet)
  • Display: 13,3 Zoll (33,8 cm) WXGA+ Backlit-LCD (16:9, 1366×768 Pixel, seidenmatt)
  • Grafik (shared): Intel® HD 3000 Grafik
  • Grafik (dediziert): AMD Radeon™ HD 6470M (512 MB)
  • Laufwerke: DVD±RW Double-Layer-Brenner
  • Festplatte: Intel 320 Series (120GB, SSD)
  • Anschlüsse: 2x USB 2.0, 1x USB 3.0, HDMI, VGA, Docking-Port, 3,5 mm Sound-In und 3,5 mm Sound-Out, Gigabit-LAN, Intel Wireless-LAN Mini-PCi 802.11 b/g/n, Memory Stick Duo, SD-/MMC-Speicherkarte
  • Sonstiges: Beleuchtete Tastatur mit Lichtsensor, Multi-Touchpad mit Gestensteuerung, Webcam (0,3 Megapixel), Li-Po (Lithium-Polymer) Akku mit 4.540 mAh, nur 1,75 kg Gewicht, 24 Monate Garantie (6 Monate auf den Akku)
    • sonydingens

      Moin,

      ist die Besitzerin mit dem Gerät immernoch zufrieden?

      Plane mir dasselbe Gerät zu holen, aber das Display mit der Blickwinkelabhängigkeit und die Verwindungssteifheit des Deckels machen mir noch sorgen…
      Kann man z.B. zu zweit vor dem Gerät hocken und aufs Display sehn ohne dass die Farben falsch sind?

      Wie beurteilst du das Gerät insgesamt so?

      Danke

      • Simone mag ihr Notebook noch sehr, Marcus hat es inzwischen auch. beide mit Dockingstation. Das Display ist in der Tat nicht der Knaller. Wenn man aneinander sitzt ist alles zu sehen, mit einem halben Meter Abstand kannst du das aber vergessen. Da hat Sony wahrlich nicht gezaubert.

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