Sucker Punch: Filmkritiker des Todes

Immer und immer wieder werden Filme von den tollen Filmkritikern komplett verrissen. Vielleicht liegt das auch einfach nur daran, dass sie weder Phantasie, noch auch nur einen Hauch von Kunst verstehen. Okay, womit wir auch genau bei dem Punkt wären, was jeden Menschen zum Glück ausmacht, dem Individualismus.

Soll doch jeder toll finden was er will, ganz klar. Aber wenn Filme derart verrissen werden stört mich das schon ziemlich, wie im Fall von Sucker Punch. Zur Hölle, das ist ein Film der Spaß machen soll, Spaß im Sinne der Kreativität und Fiktion. Das ist kein Bruce-Willis-Kino, bei dem man schon feiern muss nur weil er einen Heli mit einer Polizei-Schleuder vom Himmel holt. Wenn nun viele Pappnasen diesen Film ebenfalls derart zerreißen, trifft wohl zum großen Teil auch wieder zu, was schon bei Watchmen, Sin City & Co. der Fall war: Die Leute haben kein Bock sich auf das Thema einzustimmen, in dem Film zu versinken oder einfach nur einmal ihr Hirn anzuschalten um die Story zu verstehen. Oh ja, Brainfuck-Popcorn-Cinema. Hirn aus, Action an. Damnite.

Wie dem auch sei, der Film rockt. Der Soundtrack gar noch ein Vielfaches mehr. Die Darsteller(innen) sind toll gewählt, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Für mich ist die sehr mädchenhafte Hauptdarstellerin nichts, da gefällt sie mir ihr ihren braunen Naturhaaren schon eher. Doch was soll’s, sie passt bestens in die Story. Eine Story, in der Dolls gegen Deutsche kämpfen, die als Steampunk-Krieger erneut in den Krieg ziehen und Luftschiffe á la der Hindenburg vom Himmel ballern. Awwe!

Offen bleibt für mich allerdings die Frage an welcher Stelle man bitte die 18 (!) Minuten Filmmaterial für die deutschen Kinos (und US etc.) gekürzt hat. Der Film macht für mich an keiner Stelle den Eindruck geschnitten zu sein, noch viel mehr Kampfszenen kann ich mir ebenfalls dank des derart gut passenden Soundtracks kaum vorstellen. Vielleicht sieht man auch Baby Doll dann endlich einmal tanzen, anstatt nur ansatzweise die Hüften kreisen? Hebt man sich dies explizit für die kommenden DVDs & Blu-Rays auf?

Meine anfängliche Skepsis wurde keinesfalls bestätigt und der Soundtrack lief selbst die letzten Tage noch mehrfach vielfach durch. Ich liebe die Pixies, doch Where Is My Mind von Yoav & Emily Browning rockt alles weg. Genau so wie White Rabbit von Emiliana Torrini in der Sucker-Punch-Edition.

Noch mehr zu lesen gibt’s dazu bei haascore.de.

  • Und ich finde jeder OST sollte zumindest einen Song von Björk enthalten!

  • Vin

    Hm, den Film habe ich leider noch nicht gesehen, nach Deiner Review werde ich mir vorab aber schon mal den Soundtrack anhören. Klingt gut.