TweetDeck noch auch im AppStore

Den bekannten Twitter-Client TweetDeck gibt es nun auch im AppStore als eigenständige App. Grundsätzlich habe ich gar kein Problem mit der Adobe-Air-Umgebung, in der TweetDeck bisher lief. Die Updates liefen ebenfalls immer unproblematisch ab. Dies wäre für mich der einzige Grund wieso ich unbedingt eine AppStore-App installieren sollte. Denn im Bezug auf die geltenden Richtlinien ist der AppStore bekanntlich nicht gerade das Abenteuerland selbst bekannter Unternehmen und ihren bestehenden Programmen.

Wie dem auch sei, installierte ich eben einfach einmal die kostenfreie App. Grundsätzelich sehr schick. Alles ein bisschen aufgeräumter und der Login mit meinem TweetDeck-Account funktionierte ebenfalls auf Anhieb. Doch waren weder meine bestehenden, sortieren und wirklich vielen Spalten noch vorhanden, noch war die Account-Liste wirklich aktuell – wurden mir doch fünf zusätzliche Accounts angezeigt, die ich eigentlich schon vor einiger Zeit entfernt hatte.

Was mich allerdings richtig stört ist der beschnittende Funktionsumfang. Es mag zwar sein, dass es ganz toll ist eine Oberfläche mit so wenig Buttons wie nur irgendwie möglich auszustatten, doch wenn ich beispielsweise die Funktion zur Leerung der Spalte unter einem Button, einem Rollout und dann erst einem Bestätigungsklick verstecke, fehlt mir dafür doch jedes Verständnis – zumindest wenn es vorher auch viel, viel einfacher ging. Darüber hinaus ist es nicht mehr möglich seinen eigenen Shortener über eine API einzubinden, wenngleich dieser vorher auch mit den Twitter-eigenen Links belegt wurde. Dennoch konnte man öffentlich seinen eigenen Dienst noch verwenden, ohne umständlich Links vorher außerhalb der App kürzen zu müssen, nur um einige Daten neben Analytics und Co. erfassen zu können.

Solange mein TweetDeck in der Air-Umgebung noch läuft und ich keine andere gleichwertige Alternative gefunden habe, werde ich bei dieser Oberfläche bleiben. TweetDeck aus dem AppStore? Aktuell eher „nein danke“. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten wie Twitter selbst nach seinem großen Update laufen wird. Hoffentlich haben sie auch noch etwas an der Kapazität geschraubt, denn eigentlich nervten doch nur die permanenten Fail-Whales und Timeouts. Der neue Twitter-Tweet-Button zum Sharing innerhalb von Websites gefällt mir übrigens auch nicht, der geht viel zu sehr unter. Aber wohl eher Geschmackssache oder Ansichtssache seitens der zu erreichenden Ziele.