Urlaub in Valencia – Ankunft und 1. Urlaubstag

Nach der Ankunft gestern Vormittag und einer kurzweiligen Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel haben wir bereits gestern einiges unternommen und uns unsere Umgebung angesehen. So waren wir im Flussbett-Park an der Paseo de la Alameda (vom Architekten Ricardo Bofill entworfen – „El llit del riu és nostre i el volem verd!“ („Das Flussbett ist unser und wir wollen es grün“) – hieß es damals von einer Bürgerbewegung dazu, nachdem Pläne veröffentlicht wurden das ehm. Flussbett in eine Autobahn umzuwandeln … mehr dazu auf zB. Wikipedia) und haben uns die umliegenden Gebäude angesehen. Darunter das L’Hemisfèric, was ein 3D-IMAX-Kino beherbergt; dass Museo de las Ciencias Príncipe Felipe, was wie der Name schon sagt das Prinz Philipp-Museum beherbergt und eine Auswahl von Naturgesetzen vor allem Kindern näher bringen möchte. Die Architektur des Museums orientiert sich an einer Kauri-Muschel, doch nicht nur das Museum sondern auch der Park und die weiteren Gebäude zogen zahlreiche unserer Blicke auf sich.

Zum Abendessen am Ankunftstag gab es … Essen im Amerikanischen Hollywood-Restaurant in unserem anliegenden Einkaufszentrum Aqua. Wir kamen relativ zeitlich, so dass wir uns frecherweise noch selbst einen Platz sichern konnten. Als wir rund 1 1/2 Stunden später wieder das Lokal gut genährt verließen, verstanden wir, dass nicht nur uns das Essen wohl sehr gut mundete … im Gang des Einkaufszentrum stand eine ganze Traube an um aufgerufen zu werden das Lokal endlich betreten zu können. Wahrlich lecker – zu essen gab es übrigens ein Fullstab BBQ-Sparerips und für Sarah mit Käse und Schinken überbackenes Hähnchen. Als Vorspeise servierte man uns halbe Kartoffeln, die mit Schinken und Käse reichlich fettig überbacken wurden. Aber lecker! Bilder vom Schmaus wollten wir jedoch ersparen und ließen die Kamera im Hotelzimmer mit einem Job zurück. Sie sollte bitte auf einem Stativ und mit Timer ausgerüstet rund 400 Bilder für einen Zeitraffer schießen. Klappte auch, wie man hier sehen kann:


Aber das war der Ankunftstag, unser erster richtiger Urlaubstag sollte erst noch kommen…
Auf dem Papier ließt sich das ja ganz einfach: Frühstück zwischen 7:30 und 11:00 Uhr. In der Realität sieht die Sache jedoch wieder ganz anders aus. Lässt man in der ersten Nacht noch die Klimaanlage aus, ist man um 7:30 Uhr wach – zumindest wenn man gut isoliert ist und die Wärme nicht gerade freundlich dem Speck gesonnen ist. Also die Hüfte so gegen kurz vor Acht aus dem Bett geschwungen (übrigens ein wahrliches 4-Sterne-Bett, mag man kaum glauben) und in Richtung Badewanne bewegt. Erst mal vorsichtig das Wasser auf Fast-maximal-kalt gestellt und so vollaufen lassen. (Wer glaubt dass Überläufe in der gesamten EU mindestens soviel Wasser abtransportieren können wie aus dem Hahn läuft irrt gewaltig – doch mit einem kurzen Blick an der Zeitung vorbei und beherztem Griff nach dem Hahn konnte dem Unheil Einhalt geboten und ein Chaos bereits am ersten Tag vereitelt werden.) Rund eine Stunde später sah dann auch Sarah mal im Bad vorbei, ob sie nun einfach nur ins Bad wollte oder noch mal sicher gehen wollte, ob ich nicht doch schon einen Weg zum Mittelmeer suchte weiß wohl nur sie, jedenfalls fand sie mich noch immer in der Wanne wieder und wunderte sich über den leicht chlorigen Geruch – doch der kam nicht von mir (sicher nicht), sondern ganz sicher vom Wasser und nur davon. Aber trinkbar soll es dennoch sein, steht zumindest im Reiseführer (Um jegliche Ängste direkt im Keim zu ersticken: der Gefahrensucher Andi hat’s probiert – schmeckt nicht unbedingt so gut wie Volvic, aber kann man trinken – und sich sogar im Lokal bestellen, zumindest wer’s unbedingt braucht oder ein köstliches Quellwasser nicht formidabel genug ist).

Es sind schon viele Zeile vergangen und wir waren noch nicht mal beim Frühstück …
Doch da hin ging es dann ca. halb 11 auch mal. Erst mal kurze Verständnisprobleme aus dem Weg geräumt und der Dame mit dem Papierbrett erklärt, dass wir im Aqua 4 und im Zimmer 516 wohnen und oben drein auch noch Mr. XYZ heißen durften wir uns am Buffet bedienen. Die Erklärungen waren nötig, denn die Verpflegungsmeile teilt sich das Aqua 4 mit dem Aqua 3 nebenan und nicht jede Mitarbeiterin hier im Haus kann unbedingt Englisch (und mein Spanisch ist auch nicht unbedingt so gut wie von Julio Iglesias) – aber alles machbar, zumindest solange man nicht der Dame versucht zu erklären im Aqua 4 zu wohnen und dabei unbedingt immer die volle Hand zeigt. Hatte scheinbar noch einen Clown intus, der mich daran erinnerte Sarah die volle Hand zu zeigen um dann zu fragen wie viele Finger sie nun denn sehe … lassen wir das lieber. Sie verstand uns, kreuzte uns zumindest an, das war wichtig – wir durften nun essen, das war noch wichtiger.

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Gute Auswahl, alles frisch und die Sitzgelegenheiten waren auch Klasse. Bei mir gab es zum Einstand Spiegelei mit Bacon, frische Mini-Crousaints und helle Mini-Körnerbrötchen mit Butter und Salz. Aber das war noch nicht alles, denn das morgendliche Buffet besteht auch aus einer kleinen Obstauswahl, die aus frischen – gut gekühlten – Kiwis, verschiedenen Melonenarten, Orangenscheiben und eingelegten Aprikosen sowie vielen verschiedenen frischen Fruchtsäften.

Gestärkt machten wir uns mit einem vollen Rucksack, Kamera und Stadtplan auf den Weg Richtung Hafen. Erst mal leichter gesagt als getan, denn der erste Weg führte uns in eine Sackgasse – die allerdings prächtig mit Palmen als Allee bepflanzt war. Nach einer kurzen Blickung auf den Plan war der Weg nun klar und es ging weiter in der Gluthitze gen Hafen. Kurz vor dem Ziel erkannte ich die ersten Teile der Formel-1-Rennstrecke von Valencia und machte Sarah darauf aufmerksam. Kurze Zeit später verstand sie dann auch was ich ihr versucht hatte mitteilen zu wollen – nämlich dass die Formel-1-Wagen quer durch den Hafen und Stadt auf einer rund 5,5 km lagen Rennstrecke fahren, eingerahmt von Betonmauern, Zäunen und ein paar asphaltierten Auslaufzonen.

Die Rennstrecke angesehen ging es gen Yachthafen. Sonderlich viel konnten wir davon allerdings nicht sehen, lagen doch kaum Yachten im Hafen. Ansonsten bemerkten wir dass eben alles recht schick und neu ist, wenn ein Restaurant am Steg auch schon reichlich Rost an der sonst eher weißen Äußerlichkeit ansetzte. Aber halb so wild, kommt immerhin vom Salzwasser was es nun mal auf beiden Seiten umgibt. Dann sahen wir den Strand. Wir waren vorher natürlich nicht blind und hatten auch keine Scheuklappen aufgesetzt, viel mehr realisierten wir nun dass wir endlich dort waren, wonach wir uns schon die ganzen Stunden in der Sonne sehnten.

Da ich die Kamera nicht direkt schrotten wollte, steckte ich sie zusammen mit meinen Schuhen in den Rucksack und wollte Barfuss im Sand zum Wasser laufen. Nach wenigen Metern wurde das aber ein wenig zu heiß und ich verbrannte mir leicht die Fußsolen. Super Auftakt, aber ein Indianer kennt bekanntlich keinen Schmerz – aber Indianier würden mich wahrlich auch eher weniger kennen. Wie dem auch sei… nach einem kurzen Sprint wieder in die Schuhe gehüpft (im wahrsten Sinne) und vor dem Wasser mich diesen wieder entledigt. Sarah natürlich ganz lässig in ihren Badelatschen unterwegs, die wir vorsorglich in Saarbrücken noch eingekauft hatten.

Das Meerwasser war überraschend warm (nicht wie im Schwimmbad, das ist dagegen eher als kalt einzustufen) und äußerst angenehm. Also viele Meter dem Strand gefolgt, dann wieder zur "Flaniermeile" und zurück zum Hotel. Auf dem Weg dorthin fotografierte ich noch ein paar alte Gebäude und was mir noch so interessant auf den Straßen vorkam.

Nach einer Badestunde in der Badewanne wollten Sarah und ich die Stunde und Sonne nutzen und ein wenig im Jardines del Turia Park Bilder schießen.