Vorsommerliche-Poolparty in Aachen

Am letzten Wochenende ging es mit dem DSSC e. V. wieder nach Aldenhoven für ein Beschleunigungsrennen. Da wir pünktlich aufbauen wollten, ging die Reise von Saarbrücken nach NRW bereits am Freitag los. Drei Fahrzeuge, ein überdimensionaler Anhänger und 9 Personen reisten am 10.07. im Aachener Mercure Hotel am Europaplatz an.

Fix die Taschen, Laptops und Kameras im Hotelzimmer verstaut ging es an die Speiseplanung. Der Entschluss mit allen Leuten gemeinsam im Vito zum Sausalitos zu fahren war schnell getroffen. Nach dem schmackhaften, wenn auch für meinen Teil ziemlich teuer befundenen Essen – immerhin hatte Sarah für rund 13 Euro einiges mehr auf dem Teller als ich mit meinen 20 Euro für ein argentinisches Steak englischer Art – ging es wieder zurück gen Hotel.

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In der Lounge eingefunden wurden die Plätze auf der Couch rar, doch zum Glück war der Teppich nicht von schlechten Eltern und die Auswahl aus dem Lesezirkel gut gewählt. Ein paar anti-alkoholische Cocktails später begutachteten Stephan, Micha, Marco, Lars und ich die hauseigene Pool-Anlage. Also einen beleuchteten geschätzten 3 mal 5 Meter Pool. Eigentlich ausreichend zum Baden – wenn man dann dürfte!

Denn nach einer kurzen Wartezeit im Hotelzimmer vernahm ich wie verabredet die Stimmen von Micha, Marco und Lars im Hotelflur, die natürlich meine Zimmernummer vergessen hatten. Mit einem Sprung in den Flur und einem kurzen Brunftschrei war die Sache geklärt und das neugegründete Pool-Dreamteam versammelt.

Mit dem Handtuch in der Hand und dem festen Willen auf einen nächtlichen 15 °C Badespaß ging es an der Rezeption vorbei in Richtung Hotelpool. Die Hände zum erneuten Abchecken der Wassertemperatur bereits im Pool vernahmen wir einen merkwürdigen und noch undefinierbaren Ton aus dem Hintergrund. Es war die Dame von der Rezeption und sie wollte wissen ob wir es denn vor hätten in den beleuchteten Pool zu springen. Natürlich blickten wir ohne ein Wort zu verlieren auf unsere Hände, die jeweils ein frisches Badetuch umschlungen. Da dämmerte es ihr wohl dass wir genau dies tun wollten und sie sagte: „Also das Baden geht jetzt echt nicht mehr. Wissen sie denn wie spät es ist? Nach 22 Uhr darf man hier nicht mehr schwimmen. Das ist alleine schon wegen der Lärmbelästigung so. Nach 22 Uhr geht das nicht mehr!“

Ein Grummeln machte die Runde… die Handtücher wurden über die Schulter geschmissen und enttäuscht räumten wir langsam den Platz. Ob es die circa 30 Schaulustigen älteren Herrschaften im Hotelrestaurant interessierte wie wir unsere Astralkörper in die Fluten schwingen weiß ich nicht, zu sahen sie dennoch wie wir es zumindest versuchten. Kaum die Tür zum Foyer durchgleitet kam mir die, ja die Idee der Stunde: „Hey, wir dürfen hier nicht – aber was ist mit dem Brunnen da oben? An dem wir vorhin vorbei fuhren?“

An den Gesichtern erkannte ich keinen Zweifel, dass mein Vorschlag nicht auf in die Tat umgesetzt werden könnte. So swingten wir durchs Foyer mit einem überdimensionalen Grinsen im Gesicht und dem Sinn das es wohl die Dame an der Rezeption sehr beeindrucken könnte wenn wir nun doch auf einmal nass an ihr vorbei stolzieren würden.

Der Weg um die Einfahrt war eindeutig zu weit, sonst hätten wir uns sicher nicht einen zugegeben losen, feuchten Erdhügel in Richtung Europabrunnen hoch gekämpft. Denn der Brunnen war vom Eingang des Hotel aus zu sehen. Wozu denn dann den Umweg, wenn es auch kürzer geht?!

Mit dem immer noch weißen Handtuch am Europabrunnen aka Europapool angekommen. Das Wasser geschätzte 5 °C kalt, doch das soll nichts heißen. Pinguine schwimmen auch in Alaska, dann können das drei Wale in Aachen schon lange. Lars blieb draußen – Okay, einer muss ja die Bilder machen. Kaum im Zentrum angekommen stolperte ich auch schon fast über die im Pool verlegten Kabel und Rohre.

Soeben hatten wir uns an die Gegebenheiten angepasst schaukelte schon der erste Straßenpirat um unseren Pool. Dies vermittelte uns dass es Zeit war unseren Pool zu verlassen und zum Hotel zurück zu kehren. Dieses mal über den langen Weg außen rum. Dann die Ernüchterung: die Rezeption war nicht besetzt, sie war nicht da, sie konnte uns in voller nasser Pracht nicht mehr sehen. Schade, aber wir hatten trotzdem unseren Spaß.

Als kleinen Tipp kann ich jeden potenziellen Europapool-Taucher empfehlen freshe Badelatschen für den leicht rauen Beton und für ein Erklimmen der zweiten Ebene mindestens mal einen Freund für eine Oldskool-Räuberleiter mitzunehmen.

Schön war’s … beim nächsten Event geht’s direkt weiter.