Wie ich FastBill auf OSX als eigene App einrichtete

Ich liebe es Systeme zu optimieren. Bei mir ist eine Software in der Regel nicht einfach nur installiert, sondern ich nehme mir die Einstellungen ziemlich genau vor. Auf allen drei OSX-Systemen und sogar auf meinen Windows-Partitionen. Ist einfach so mein Ding. Belohnt wird das Gefiddel mit einem verbesserten Workflow – und genau darum geht es mir. Ein Rennwagen ist auch erst mit dem passenden Setup für die jeweilige Rennstrecke so richtig schnell – wenn er nicht von Anfang an eine Gurke war und abgelöst gehört.

So habe ich in den letzten Jahren mehr und mehr auf die Online-Buchhaltung von FastBill mit mehreren Unternehmen gesetzt. Sie bietet Schnittstellen und jede Menge Features, bei einfachster Bedienung. Und zugegeben, auch zu einem verdammt fairen Tarif. Und wie das eben bei mir so ist, habe ich mich nicht nur pedantisch in den Rechnungsvorlagen ausgetobt (hier fehlt leider immer noch ein Feature, dass man mit Vector-Files [anstatt Pixel-Grafiken] arbeiten kann; z. B. für Logos/Siegel etc.), sondern mir auch eine „eigene App“ erstellt, um so richtig fix auf meine Belege zugreifen zu können. Klar, man kann sich auch ein Bookmark im Browser ablegen – doch wozu, wenn’s so noch schneller und auch differenzierter geht.

Wie habe ich das Ganze angestellt? Vorweg sei zu sagen, dass man hierfür NICHTS programmieren muss. Es ist super-easy und in 2 Minuten erledigt.

  1. Ihr benötigt die kostenfreie Software „Fluid
    Tipp: Der Kauf lohnt sich allerdings sehr und 4,99$ habt ihr sicher auch noch auf eurem PayPal-Konto „rumliegen“, um auch noch die tollen Extra-Features zu erhalten:

    • Eigener Cookie-Speicher für die App (regulär gemeinsamer Safari-Speicher), mit eigenen Settings
    • Die eigene App in der Statusbar anbringen (wo z. B. die Uhrzeit angezeigt wird)
    • Eigene Scripts und Styles für die App verwenden
    • Die System-Vollbildansicht verwenden (was sehr cool ist, wenn man bspw. einmal Apps erstellt, die bei Messen auf den Bildschirmen laufen sollen o. Ä.)
  2. Ihr startet Fluid und erstellt die App:
    Info: Ihr habt mehrere Accounts? Bitte direkt den ‚Bonus‘ am Ende beachten.

    • URL: https://my.fastbill.com/
    • Name: FastBill
    • Location: Applications (je nach Systemsprache abweichend; z. B. Programme)
    • Das folgende Bild als Logo für die App speichern: http://www.andilicious.com/blog/wp-content/uploads/2014/12/fastbill_app_logo_osx.png
    • Icon: im DropDown „Other…“ (je nach Systemsprache abweichend; der Eintrag ganz unten ist es) und anschließend das eben gespeicherte Logo für die App auswählen
    • Auf „Create“ klicken (je nach Systemsprache abweichend; z. B. Erstellen)
  3. BÄM! Eure eigene App ist erstellt! Nun klickt ihr im folgenden Fenster auf „Launch Now“ (je nach Systemsprache abweichend; z. B. Jetzt starten)
  4. Ein kleiner Hinweis: Bei der Erstellung der App haben wir bewusst die verschlüsselte Verbindung gewählt. In der Galerie könnt ihr noch einen Screenshot meiner Firewall sehen, der euch zeigt, dass die Daten über den SSL-Port 443 verschlüsselt übertragen werden. Sicherheit muss ja schon sein.
  5. Nun haben wir die App am laufen, sehen den Login-Screen, möchten aber auch, dass die App in unserem Dock bleibt. Das geht auch ganz einfach: Rechte Maustaste auf die App im Dock und in den Optionen „Keep in Dock“ (je nach Systemsprache abweichend; z. B. im Dock halten) auswählen.
  6. Bonus: Ihr habt mehrere FastBill-Accounts? Gar kein Problem! Wie beschrieben, kann die kostenpflichtige Version von Fluid mit einem eigenen Cookie-Storage umgehen. So erstellt ihr einfach mehrere FastBill-Apps, gebt ihnen jeweils unterschiedliche Namen (der „Name“ bei der Erstellung mit Fluid; z. B. FastBill – Firma 1, FastBill – Firma 2) und wählt in den Einstellungen von Safari (Safari starten, im Menü auf Einstellungen gehen und dann auf Sicherheitseinstellungen), dass Cookies unabhängig von Safari angelegt werden sollen (Cookie Storage -> Separate from Safari; die untere Einstellung). Das war’s schon.

Ziemlich einfach, ziemlich praktisch, ziemlich fix.
Keep it simple and smart.

Solltet ihr dennoch fragen haben, haut sie einfach in die Kommentare oder schreibt mich gerne per Twitter an. Ach ja, ihr könnt die App natürlich auch in den Autostart von OSX werfen. Das System geht mit ihr um, wie mit jeder anderen App auch.

PS: Das App-Icon wurde mit dem „Launcher icons„-Generator erstellt.

  • Peter

    Sehr cool! Besten Dank dafür!

  • Sehr sehr geil, ich danke dir!

  • Anton Heinrichs

    Das mit dem mehreren Fastbill accounts ist sehr hilfreich. Danke!

    Gruß aus Ingolstadt.

  • Mr. Schweinfurt

    Das hört sich einfach an. Aber für mich wäre es echt kompliziert:)

  • Markus Knuf

    Vielen Dank für den Tipp bezüglich „Fluid“! Wirklich ein extrem hilfreiches Tool :)! Weiter so!

    LG Markus

  • Gabi

    Danke für den Beitrag, die Einstellungen speziell für die eigenen Anwendungen bei neuer Software anzupassen, ist auf jeden Fall empfehlenswert, spart wirklich Zeit vor allem bei Routinearbeiten.
    Viele Grüße Gabi

  • Chaden Cross

    Vielen Dank, sehr informativer Artikel. Bin hier nur zufaellig vorbegekommen, werde aber sicher oefter vorbei schauen. Gute Arbeit, weiter so!

  • Mirko

    Ja, geil! Danke vielmals! Habe mich schon immer gefragt wie ich Fastbill einrichte!

  • Andreas

    Danke für die Infos, hab mir das App gerade mal geholt.

  • Grillreiniger

    Toll, ich hätte mir daran wieder einen abgebrochen. Jetzt wo ich diese Anleitung hier habe werde ich mir die App aber auch mal besorgen.
    Das mit „Fluid“ ist für mich auch sehr hilfreich.

  • Noris

    Interessantes App aber für mich bleibt Billomat als Favorit.