Wo geht’s hier raus?

Es gibt Tage, an denen wundert man sich was der Kopf denn eigentlich macht. Als ich heute früh aus den Federn zum Schreibtisch kroch, meine Mails checkte, das Bad in Anspruch nahm und dann zur täglichen Arbeit überging, wusste ich noch nicht, was so alles kommen würde. Die Vorfreude auf den Abend und die Sendung FlashForward war schon da, auf der anderen Seite wusste ich auch, dass ich noch den ganzen Tag vor mir hätte. Also ab an die Arbeit. Gegen Mittag, als ich mein Frühstück inhalierte, stieß ich in einer 5-Minuten-Pause mal wieder auf das, was man eigentlich gar nicht mehr sehen möchte.

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So war ich in meinem Bilder-Storage unterwegs und suchte eine passende Textur für einen Aufmacher. Was fiel mir natürlich in die Hände? Ein Bild. Nicht einfach nur ein einfaches Bild, sondern eins von meiner Ex bei einem Fun-Shooting von mir. Schon waren sie wieder da, die ganzen Gedanken, Gefühle und der ganze Bullshit der darauf folgte. Glücklicherweise waren die Gedanken auch genau so schnell wieder weg, wie sie kamen. Trotzdem ein komischer Break. Bis um Abend stand dann nur noch die Arbeit auf dem Plan. Dann ging es an meine eigenen Seiten, Projekte und Aktionen.

Doch es wäre kein Montag, wenn nicht noch irgendwas dazwischen kommen würde. Es fing an mit einem interessanten Gespräch und endete in einem vollkommen sinnlosen Meinungsaustausch, in dem wir beide nur aneinander vorbei redeten und doch irgendwo auf das Selbe hinaus wollten. Viel Aufregung um nichts und um zu lernen, wohl doch endlich ignoranter mit anderen Leuten oder Gefühlen umzugehen. Naja, blöd wenn man Ignoranz selbst verteufelt. Das verdrängt wieder an die Arbeit, an ein Template-System und einigen Übersetzungen. Dann blinkte Skype wieder, jemand schrieb, wollte etwas wissen – ein Anderer kam dazu, wollte quatschen und noch Jemand – sie wollte ihre Gefühle äußern. Ich kann dabei nicht Nein sagen und bin auch lieber für Menschen da, als sie abzuweisen. Also voll auf Skype konzentriert und mit meinem eigenen Projekt wieder etwas zurückgefallen.

Aber das ist kein Ärgernis, schließlich ist das Freundschaft. Viel mehr was dann noch dazu kam. Ich wurde nach einem Bild von einem Event gefragt, natürlich war SIE dort auch mit dabei. Als ob mir der Morgen nicht gereicht hätte, fiel mir natürlich promt eines der schönsten Bilder von ihr in meine Hände. Ich dachte mir dass das jetzt egal sei und nicht schon wieder sein muss. Klickte das Bild also schnell weg und ging zur Suche über. Doch was man auch tut, wie viele Bilder man auch öffnet und schließt, verschiebt und aus seinen Blick und Aktionsfeld räumt. Irgendwann kommen die Gedanken wieder, kommen alle miesen Momente, alle Schmerzen und all das Nervige – doch auch soviel Schönes wieder hoch. Naja, es gibt keinen Grund weiter drüber nachzudenken, es gibt keinen Grund sich damit selbst zu belasten und es gibt auch keinen Grund sich auch nur irgendeine Hoffnung zu machen. Warum macht das Gehirn dann so was und wieso fühlt man, obwohl man doch gar nichts mehr fühlen möchte? Wieso denkt der Kopf nicht an die zwei Anderen danach, wieso nur an sie und blendet alles Weitere aus? Was soll das und wo geht’s hier raus?

  • tobi

    dritte tür links, nein im ernst man(n) denkt immer zurück oft genug sind es natürlich die schlechten dinge und viel zu selten die guten.
    diese gedanken gehen nie weg…