WordPress SEO: Grundlegendes & Einstieg

Man kann ja so ziemlich alles iregendwie optimieren. Doch mir geht’s nicht um so vieles, sondern in diesem Fall um WordPress beziehungsweise eure WordPress-Blogs. Die Blogging-Software WordPress ist zwar von Haus aus nicht gerade das Schlimmste was einem passieren kann, doch es gibt eben auch noch Möglichkeiten seine Chancen für ein besseres Ranking bzw. allgemein die Indexierung zu verbessern. Doch es liegt natürlich nicht alleine an WordPress, viel mehr entscheidet der Anwender was mit seinem Gesabbel in den Suchmaschinen dieser Welt passieren könnte.

Kategorien & Tags ausschließen
Normalerweise wird jeder Link, der nicht explizit dafür ‚gesperrt‘ wird, von den Crawlern/Bots & Co. verfolgt und der Inhalt indexiert. Für Kategorien und Tags macht das wenig Sinn, produziert es direkt Dublicate Content. Diesen mag natürlich keine Suchmaschine, möchte sie doch am liebsten alles unique. Manches lässt sich nicht vermeiden, doch Vermeidbares sollte man auch angehen. In diesem Fall ist es recht einfach, hinterlegt ihr es in eurer Robots-Datei und schon wissen die Bots bescheid. Meine Robots-Datei für diesen Blog findet ihr beispielsweise hier. Ich denke diese ist ziemlich selbsterklärend. Ladet diese einfach auch bei euch ins Root-Verzeichnis hoch. Passt diese natürlich ggf. an eure Seite an. (Klappt übrigens auch mit einer virtuellen Robots-Datei für bspw. Free-Hoster.)

Kategorieauswahl & Semantik
Auch wenn ihr im ersten Schritt die Indexierung der Kategorien ausgestellt habt, achtet beim Erstellen neuer Beiträge darauf möglichst nur eine Kategorie auszuwählen. Klar, manche Blogger tun sich wirklich schwer damit einen Artikel auch nur in eine Kategorie zu packen, doch fasst euch ans Herz, es klappt. Eben so wichtig sind sinnvolle Tags, die mindestens genau so passend wie auch umfassend sein sollten. Es sollte allerdings nicht in eine Sammlung ausarten, oft ist weniger auch wieder mehr. Ich sage meinen Schreibern oftmals: ‚Mindestens 5, maximal 10-15. Fünf sinnvolle schafft man immer.‘ Achtet bei wiederkehrenden Tags natürlich darauf auch die zu nehmen, die ihr beim passenden Thema schon mal genutzt habt. Erstellt ihr euren Theme selbst, solltet ihr noch auf den Ausbau der Links achten. Um es einfacher zu erklären, spreche ich oft von einer Pyramide. Sprich H1 maximal einmal auf einer Seite (bspw. Seitenname), H2 für die Headlines, H3 für Sublines usw. Anhand dieser Angaben identifizieren die Suchmaschinen auch die Wichtigkeit des jeweiligen Textes in Relation zu anderen Texten auf der bestimmten Seite.

Permalinks & mod_rewrite
Beim Thema der Permalinks gehen die Meinungen unverständlicherweise gerne mal ein wenig auseinander. Fakt ist jedoch, dass die Standardeinstellung zwar auf so ziemlich jeden Server bzw. Webspace funktioniert, doch alles andere als optimal für die Wiederfindung im Index der Suchmaschinen ist. Sofern euer Server mod_rewrite zulässt (Ist dies nicht aktiviert, geht unbedingt eurem Webhoster auf die Nerven!), verwendet /%postname%/ als Permalink. Soweit schon die grundlegende Einstellung. Ich persönlich gebe voran noch die eindeutige ID aus, frisst diese kaum Zeichen und nur ein Trennzeichen, bietet hingegen jedoch guten Komfort. Die Anzahl der Zeichen sowie die Trennzeichen sind ein gutes Thema, über das man einiges tippen könnte. Ich kürze es einfach mal ab: die ersten Zeichen im Titel bzw. im Permalink werden am höchsten bewertet. Dementsprechend sollten die besten Keywords auch möglichst sinnvoll am Anfang platziert sein. Das heiß nicht, dass ihr eure schon sinnvollen Keyword-Titel unmenschlich verunstalten sollt. Viel mehr solltet ihr innerhalb eines Beitrags das Slug-Feld nutzen. Und, fur & Co. braucht dort auch niemand.

Keywords, Description & Title
Man liest es ja immer wieder, wie unwichtig die Keywords in den Meta-Tags sind. Richtig, dennoch tut es niemanden weh diese einfach sinnvoll zu hinterlegen. Hilft euch zumindest noch mehr Punkte bei aberwichtigen SEO-Tools zu bekommen, die tatsächlich die Keywords mit einer Relevanz belegen. Nunja, zum wichtigeren Teil: Description. Allerdings auch schon lange kein Thema mehr, denn daran wird heute nicht mehr die Relevanz einer Seite gemessen. Dennoch ist die Beschreibung sinnvoll, wird dieser Text in den Suchergebnissen ausgegeben. Andernfalls wird dort ein angerissener Text des Contents angezeigt. Demnach sinnvoll und unbedingt zu hinterlegen, jedoch möglichst mit nicht mehr als 160 Zeichen. Doch zum wirklich wichtigen Teil, dem Titel. Wie bei den Permalinks schon beschrieben, spielt der Titel eine Rolle, beschreibt er im ersten Schritt den Inhalt der Seite. Allerdings sprechen wir hier vom Head-Titel, wie er auch auf der Suchergebnisseite angezeigt wird. Meine Empfehlung ist: Artikeltitel, dann Seitentitel (zB. Janz schnieke Schrippe # SchniekeMieze.TLD).

Dublicate Content
Wie bereits oben angerissen, gibt es für Suchmaschinen nichts wichtigeres als Unique-Content. Diesen einzigartigen Inhalt müsst ihr schaffen. Klingt gut, nicht wahr? Doch alles selbst schreiben hilft wenig, wenn man selbst für Dublicate Content via Links oder auch Textfragmenten sorgt. Klar, nur weil jetzt ein Satz auf jeder Seite auftaucht, auf der sonst bis zu 20 einzigartige Sätze eingetippt wurden ist die Seite nicht gleich gar nichts mehr wert. Doch der Wert nimmt ab, auch wenn man das selbst natürlich nicht möchte. Doch was möchte man nicht alles, könnte man sich etwas wünschen. Jedenfalls sollte man selbst einfach mal seine Seiten ansehen und gucken was immer wieder auftaucht. Zum Beispiel diese Infos über die Autor. Sieht ganz wichtig aus, doch eine eigene Seite bringt es auch – bringt WordPress ja sogar von Haus aus mit. Also lieber den Content um Unnützes abspecken und dafür eine sinnvolle eigene Seite schaffen, die dann auch bestenfalls unique und obendrein auch besser trackbar wird.

CONTENT IS KING.

So mein erster grober Teil der WordPress-Optimierung. Ich weiß jetzt nicht genau ob dass das ist, wie ihr damit ungehen könnt. In der Regel spreche ich noch vor einer kleineren Gruppe darüber oder instruiere Mitarbeiter, Kollegen und Kunden. Doch darüber bloggen war bisher nicht gerade an meinem Horizont auszumachen. In nächsten Teil würde ich gerne auf PlugIns sowie weitere native Einstellungen und Änderungen eingehen. Aber sagt mir bitte was ihr davon haltet oder welche Fragen sich euch stellen, dann seh‘ ich mal weiter.

PS: Dass dieser Blog kein Superbeispiel für SEO ist, ist mir klar – sonst wäre es nicht mein ‚Spielball‘. Doch mit diesem Spielball möchte ich versuchen, euch ein paar Themen ein wenig näher zu bringen. Vielleicht klappt es ja, meinerseits.

  • Hilft das wirklich was? Ich kenn mich keinen Meter in dieser Richtung ausm bin aber auf jeden Fall sehr neugierig!

  • Würde ich sonst drüber schreiben? *lach* ;)