Wunderkit: Darfs ein bisschen unsicher sein?

Ich nutze oder sagen wir mal, nutzte eine gewisse Zeit lang Wunderlist. Sowohl auf dem Apple iPhone, auf dem Mac, Windows-Rechner usw. mal davon abgesehen, dass die App unter einer Windows-Maschine nicht laufen wollte war die App doch ganz gut. Im Laufe der Zeit wurde sie für mich oder besser „uns“ zunehmend unspannender und wir nutzen andere Lösungen. Doch die „6Wunderkinder“ hat man nun einmal schon im Auge gehabt, vor allem was ihr eigentliches Projekt, Wunderkit, angeht.

Vor Kurzem gab es dann zum Beispiel auf der t3n-Website eine Vorstellung der Wunderkit-Beta. Sah ehrlich gesagt ziemlich unspannend aus. Optisch natürlich nach wie vor sehr, sehr toll, doch was die eigentliche Software anging reizte mich das Projekt jetzt nicht sonderlich. Nach einem Mittagsgespräch gestern in der Kostbar dachte ich mir, dass die App nun endlich mal auf den iMac sollte, wenigstens um sie sich mal etwas genauer anzusehen. Nachdem ich nun noch über die Änderungen des künftigen Preismodells las, wagte ich den Download und die „Installation“.

Mein erster Gedanke: Warum zur Hölle will die App beim Start über den Port 80 Daten abrufen? Dieser Gedanke hat weniger damit zu tun, dass die App Informationen aus dem Internet laden muss, sondern wieso in aller Welt über den Port 80 und nicht sicher über 443, vor allem, wenn’s sowieso alles aus der Amazon-Cloud kommt. Nunja, einfach zulassen und gucken was sich öffnet. Der Login-Screen. Okay, dachte ich, den Login kann ich natürlich nun noch nicht checken, nehme ich doch die Registration. Wird auch alles via Port 80 geladen, Okay. Die „Seite“ wird via Google Analytics getrackt und die Felder zudem auch via Reinvigorate, Okay. Doch, dass auch das Formular via Port 80 übertragen wird geht einfach gar nicht. Auch wenn ich schon immer kribbelnde Hände bekomme, wenn ich nicht weiß wie mein Passwort in der Datenbank gespeichert wird, ist mein Gefühl bei derartigen Lücken nicht gerade angenehm. Der nächste Login nach App-Neustart erfolgte automatisch, jedoch leider ebenfalls unsicher.

Doch die 6Wunderkinder können es innerhalb der App doch auch, wieso nicht auch bei der Registration? Egal ob es eine Beta ist oder nicht, so etwas disqualifiziert die App vorerst für mich, Optik und Funktionen hin oder her.

Leider sieht’s auch mit der Webversion nicht besser aus. Folge ich dem Login-Link aus der Begrüßungs-Mail, lande ich auf der Login-Seite der Browser-Version von Wunderkit. Leider ebenfalls ohne sichere Verbindung, weder die Login-Seite, noch die darauf folgende Applikationsoberfläche.

Ein kleiner Bug am Rande, wenn man sein Passwort ändern möchte. Das Fenster in Standardgröße ist leider etwas zu klein, sodass das Modal im Innern noch kleiner ist und man nicht alle Felder sehen kann. Skaliert man das äußere Fenster größer, passt’s auch im Inneren.