Zur Identifikation an die Wall-of-Death

Die Diskussionen um biometrische Pässe (sprich Fingerabdrücke), sogenannte Nacktscanner an Flughäfen oder gar (wie zu Stasi-Zeiten) eine Geruchsdatenbank sind noch im Kopf und werden bei manchen Leuten noch immer geführt. Natürlich nicht ganz zu Unrecht, wie kann der Staat auch bloß weniger Informationen über seine Bürger haben, als das sie bei Google, Facebook oder Scientology vorhanden wären.

Eins noch vorweg weil ich Scientology (und dessen ‚Masche‘) ansprach: Scientologen, kommt mir zu nahe und ich zeige euch meinen Glauben. Abstand liebe Mitmenschen, haltet bloß weiten Abstand von mir. (Siehe Facebook)

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Doch zurück zur Identifikation: Wie auf Treehugger zu lesen war stellte die Bundesdruckerei auf der diesjährigen CeBit den weltweit ersten e-Passport (sprich elektronischen Ausweis) vor. Er soll eine Antwort auf die heutige und zukünftige Sicherheit sein, befindet sich in der Karte (ähnlich er Kreditkarte oder des Führerscheins) ein AMOLED-Display. Doch das Besondere ist nicht alleine die Tatsache, dass in diese Karte ein Bildschirm eingebaut ist, sondern auch, dass dieser ohne eine Batterie auskommt. Befeuert wird das gute Stück über Radiowellen (RF; Radio Frequency). Werden diese in unmittelbarer Nähe der Karte ausgestrahlt, zeigt das Display eine 360°-Animation der Person an.

Das Display soll zudem auch der übliche Torsion standhalten, wie sie beispielsweise im Portemonnaie in der Hosen- oder besser Gesäßtasche auftritt. Fragt sich nur, wie oft man sein 360-Grad-Ego erneuern muss, welche Fotografen sich den Richtlinien unterwerfen ähm hingeben und wie man seine Daten zum Amt bekommt bzw. dieses sie verarbeiten kann – und vor allem, welchen exorbitanten Vorteil es mit sich bringt eine Person so besser identifizieren zu können, wenn es beim ebenso großen Abbild auf der statischen Karte schon nicht richtig funktionierte. Tolle Idee, schöne Innovation, schicker neuer Elektroabfall – doch soll das die Lösung der Sicherheitsprobleme sein?


Natürlich gab’s am Wochenende nicht nur den innovativen (wenn ich so drüber nachdenke fällt mir die flexible ‚Display-/Projektionsfolie‘ eines Instituts ein …) Ausweis, sondern auch andere Themen die ich mal kurz anreiße: Sebastian Vettel startete in Bahrain ins erste Formel-1-Rennen 2010 von der Pole-Position, fiel dann aber mit Problemen etwas vor dem Ziel auf Platz 4 zurück. Schuld war nicht der Auspuff, sondern laut dem Team eine defekte Zündkerze. • Beide kommen aus einem anderen Bereich doch kriegen sie sich immer mehr in die Haare: Apple vs. Google, Kampf der Smartphone-Anbieter. Bastian von Blog-Optimieren spricht es aus. • Google kämpft nicht nur an der Handy-Front, sondern natürlich auch in ihrem eigentlichen Geschäftsfeld, der Suchmaschine bzw. den Suchmaschinen-Daten. Dort greift offenbar nun der Microsoft-Facebook-Deal. Markus bringt es auf BlogWave mit Google vs. Microsoft auf den Punkt. • Ich schrieb vor Kurzem über den guten Kamikaze Pit und seine Wall-of-Death-Show. Beim Mister Honk stieß ich nun auf eine Wall-of-Death-Show die es in sich hat. (Im Kopf aber bestimmt nicht.)


  • tobi

    aloha, diese wilde sammelorgie von daten die einige länder (nicht nur deutschland)durchführen bringt mal praktisch gar nichts denn diese daten menge absolut nicht zu verarbeiten ist ganz zu schweigen von der erfassung der daten: kleines beispiel: die USA hat am 12 Januar 2008 den ESTA antrag eingeführt. bei diesen antrag wird nach allen passdaten gefragt und ob man vor hat nen terroranschlag zu verüben oder schonmal ein fettes amikind entführt hat. mittlerweile haben unsere amerikanische freunde circa 10 mrd datensätze gesammelt und konnten trotzdem nicht den kleinen nigerianer vorher aufhalten! wer musste ihn aufhalten ein aufmerksamer holländer, der hat wahrscheinlich im ESTA-anrag auch alles mit nein angekreuzt!

  • tobi

    ach danke andi du hast mein grammatik gekotze in eine wunderschöne omletteform gebracht, vielen dank

  • tobi

    =)